Therapie von A-Z

Die speziellen Begriffe zu den Therapieverfahren werden hier erläutert und Ihnen nahegebracht.

Achtsamkeitsgruppe: Basierend auf der achtsamkeitsorientierten Psychotherapie erlernen unsere Patienten in der Achtsamkeitsgruppe die Konzentration auf das Hier und Jetzt. Sie üben, mehr Abstand von teilweise quälenden Bewertungsverhalten zu bekommen und haben die Möglichkeit, ihre Umwelt und sich selbst neu zu entdecken. Achtsamkeitstraining hilft nachweislich bei der Behandlung von depressiven, Angst- und stressabhängigen Erkrankungen.

Bezugstherapeuten-System: Während der Behandlung in der Tagesklinik werden unsere Patienten von einem festen Ansprechpartner psychotherapeutisch betreut. Soweit möglich begleitet dieser auch die ambulante Vor- und Nachbehandlung. Der Bezugstherapeut sorgt für den „roten Faden“ in der Therapie und gewährleistet, dass sich die Arbeit des gesamten Therapeutenteams streng an den Zielen des Patienten orientiert.

Biofeedback: Biofeedback ist ein wichtiger Baustein in der Behandlung stressabhängiger Erkrankungen. Patienten lernen, ihren eigenen Anspannungszustand durch Feedback von außen besser wahrzunehmen und ihn anschließend wirksamer zu regulieren.

Co-therapeutische Behandlung: Bei gegebener Indikation unterstützen unsere Co-Therapeuten die Einzeltherapeuten bei der Behandlung. Die Intensität einer co-therapeutischen Behandlung orientiert sich an den individuellen Therapiezielen. Tägliche Kontakte, aber auch Hausbesuche und Übungen im Alltag sind hilfreiche co-therapeutische Ergänzungen des Behandlungsplans.

Depressionsbewältigungsgruppe: Hier wird Wissen zur Entstehung, Verlauf und Behandlung von depressiven Erkrankungen vermittelt (Psychoedukation). Ein weiterer Schwerpunkt der Gruppe liegt darin, wirksame antidepressive Strategien zu entwickeln.

Expositionen (therapeutengestützt): Vor allem in der Behandlung von Angst- und Zwangsstörungen erweist sich die therapeutengestützte Konfrontation mit den Auslösern von Ängsten und Zwängen als sehr effektive Therapiemethode. Wir üben gemeinsam mit unseren Patienten in Alltagssituationen, häufig auch im häuslichen Umfeld.

Fertigkeitentraining: Im Fertigkeitentraining (auch Skills-Training genannt) können unsere Patienten Fähigkeiten erwerben oder verbessern, die dabei helfen, problematische Verhaltens-, Gefühls- und Denkmuster im sozialen Umfeld zu verändern (Spannungsregulation, Emotionsregulation, Interaktionsgestaltung und Selbstwertregulation). Das Fertigkeitentraining ist besonders für Patienten hilfreich, die unter starker Anspannung leiden, sehr impulsiv und emotional instabil sind. In unserer Tagesklinik bieten wir das Fertigkeitentraining immer in Kombination mit dem Achtsamkeitstraining an.

Imaginationsverfahren: Bei diesem Verfahren geht es darum, innere Bilder aufzubauen, die eine stabilisierende Wirkung haben. Das Erlernen solcher Übungen ist vor allem für Patienten mit belastenden Lebenserfahrungen eine äußerst wirksame Bewältigungsstrategie. Wir arbeiten mit unseren Patienten dabei in Gruppen- und Einzeltherapie.

Interaktionsgruppe: Bei psychosomatischen Erkrankungen spielen „zwischenmenschliche Probleme“ stets eine große Rolle. In Rollenspielen werden in der Gruppe Sozialkompetenzen vermittelt. Unsere Patienten können in einem spielerischen Rahmen lernen, neue Fähigkeiten im Umgang mit anderen Menschen aufzubauen.

Körpertherapie: Der Begriff „Körpertherapie“ umfasst in der Tagesklinik eine Vielzahl unterschiedlicher Gruppen- und Einzelangebote, zum Beispiel Nia, Qi Gong, Pilates, Yoga und psychotherapeutische Tanztherapie. Allen Angeboten ist gemeinsam, dass sie in Kombination mit der psychotherapeutischen Behandlung eine nachweisbare Wirkung auf den Therapieerfolg haben. Das vielfältige Angebot an Körpertherapien zeichnet unsere Tagesklinik aus und macht unser Konzept so besonders.

Medizinische Psychoedukationsgruppe:Das Verstehen der eigenen Beschwerden ist die Grundlage für einen selbstverantwortlichen Umgang mit der Erkrankung und ihrer erfolgreichen Bewältigung. Anschaulich beantworten wir in der Psychoedukationsgruppe Fragen rund um die psychischen Beschwerden. Wir sprechen über die Hintergründe der Erkrankung, die erforderlichen Behandlungsmaßnahmen und vermitteln Wissen rund um die eingesetzten Medikamente.

Massagen: Massagen ergänzen unser Therapieangebot optimal. Bei gegebener Indikation erhalten unsere Patienten bis zu zwei Massagen pro Woche. Sie tragen zur Förderung der Entspannungsfähigkeit, zur Verbesserung der Körperwahrnehmung und zur Steigerung der Genussfähigkeit bei.

Nachsorgegruppe: Nach Ende der tagesklinischen Behandlung bieten wir unseren Patienten eine 14-tägige ambulante Nachsorgegruppe an. Sie bietet die Möglichkeit, sich gemeinsam mit ehemaligen Mitpatienten über Themen der beruflichen und sozialen Wiedereingliederung auszutauschen.

Problemlösegruppe: Die Problemlösegruppe ist ein Kernstück unseres Behandlungsangebots. Unsere Patienten lernen hier gemeinsam, selbstständig Probleme zu analysieren, sich Ziele zu setzen und Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten.

Progressive Muskelentspannung: Progressive Muskelentspannung, kurz PME, ist ein hoch wirksames Entspannungsverfahren, das in der Gruppe oder einzeln gelernt und geübt wird.

Psychiatrische Behandlung: Im Rahmen der psychiatrischen Behandlung werden unsere Patienten über die Zusammenhänge zwischen psychischen Störungen und biochemischen Prozessen im Körper aufgeklärt. Es wird geprüft, ob eine zusätzliche Behandlung mit Medikamenten notwendig ist. Und, wenn eine Medikation empfohlen wird, welche Medikamente (Psychopharmaka) geeignet sind.

Wochenzielgruppe: Insbesondere depressive Patienten haben häufig Schwierigkeiten, sich realistische Ziele zu setzen und diese dann auch geradlinig zu verfolgen. In der Wochenzielgruppe werden wöchentliche Teilziele definiert und Umsetzungswege geplant


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